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Meine Meinung


Liebe Leserinnen und Leser,

die namentliche Entscheidung der Mehrheit des deutschen Bundestages mit 421 von 650 Abgeordneten für eine Verschiebung der betäubungslosen Kastration, führt zu etwas Luft für die deutschen Sauenhalter.
Besonders hervorzuheben ist allerdings der Entschließungsantrag, der gleichzeitig beschlossen wurde. Die Abgeordneten fordern das von Julia Klöckner geführte Landwirtschaftsministerium auf, endlich tätig zu werden und die notwendigen Rahmenbedingungen zu setzen, damit die betäubungslose Kastration auch in der Praxis umgesetzt werden kann. Der Antrag aus dem Parlament gibt der Regierung klare Arbeitsaufträge und stellt damit erstmals so etwas wie ein Gesamtkonzept mit Meilensteinen für den Ausstieg da. Das ist eine erfreuliche Entwicklung und den engagierten Bundestagsabgeordneten gebührt dafür Dank. Es belegt, wie wichtig eine funktionierende parlamentarische Demokratie mit selbst bestimmten Volksvertretern ist, wenn Regierung und Apparat nicht handeln.
Beim Wolf spitzt sich die Lage immer weiter zu. Seit Jahren wissen wir, dass sich die Population rasend schnell vermehrt und die Großraubtiere gerade darauf konditioniert werden, dass vom Menschen und seinen Haustieren keine Gefahr ausgeht. Die europäische FFH-Richtlinie lässt den Mitgliedsstaaten durchaus Handlungsspielräume, insbesondere dann, wenn eine Art wie der Wolf längst nicht mehr im Erhaltungszustand gefährdet ist. Das verfehlte deutsche Bundesnaturschutzgesetz verhindert, dass Minister Olaf Lies auch bei massiven häufigen Übergriffen, wie bei den Rodewalder Wölfen, rechtssicher handeln kann.
Neben der mangelhaften Rechtsnorm, die dringend auf Bundesebene novelliert werden muss, kommen auch hier die Apparate in Ministerium und Ämtern nicht ihrer Verpflichtung nach, tragbare Konzepte vorzulegen. Auch wenn man es vielleicht jetzt noch nicht umsetzen kann, ist ein Gesamtkonzept zum aktiven Management erforderlich. Dazu gehört die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht, die Definition von „No-Go-Areas“ und  Sicherheitsabständen zu Häusern und Siedlungen sowie die Festlegung von Zielbeständen und deren Regulierung. Auch hier liegt die Hoffnung auf unseren Abgeordneten und Ministern, die die Vorlage eines Gesamtkonzeptes erzwingen könnten.

Tobias Göckeritz, Vorsitzender

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