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Meine Meinung


Liebe Leserinnen und Leser,

wer unsere „Landvolk-Info Pflanze“ per Fax oder Mail bezieht und liest, der wird sich erstaunt die Augen reiben. Was ist los auf den Rohstoffmärkten, insbesondere natürlich auf unseren landwirtschaftlichen Märkten? Wurde Weizen nach der Ernte für September 2020 an der Euronext für 183,00 €/tn gehandelt, wird er jetzt für September 2021 für 219,25€/tn notiert, aktuell für diesen Mai sogar für 253,00€/tn (plus 38%). Und wie oft gibt es Parallelen zum Erdölpreis: Sorte Brent 67,40 $/Barrel zu 43,58 $/Barrel vor neun Monaten (plus 55 %). Raps 378,80 €/tn vor neun Monaten, heute 680,00 €/tn (plus 80%).

Zur neuen Ernte wird der Raps an der Terminbörse in Paris ganz knapp unter 500,00 €/tn gehandelt. Und diesmal sind es nicht die Spekulanten, nein - ganz einfache Mechanismen greifen: knappe Vorräte, global sinkendes Angebot bei gleichzeitig lebhafter Nachfrage. Nun könnte man darüber nachdenken, was diese Entwicklung für unsere Betriebe bedeutet: stark steigende Futterpreise bei stagnierenden und schwachen Preisen für Milch und Fleisch, und endlich mal Aussichten auf einen guten Deckungsbeitrag im Ackerbau.

Was mich beschäftigt, ist die Frage, was das für die Millionen armen Menschen auf der Erde bedeutet, die sich immer weniger ihr tägliches Brot leisten können? Wie egoistisch und menschenverachtend ist die Europäische Politik des „Green Deal“ - die Bestrebungen der europäischen, und insbesondere unserer deutschen Politik hin zur Extensivierung unserer Landwirtschaft? Unsere vornehmste und mit Abstand wichtigste Aufgabe als Landwirte ist die Erzeugung von gesunden und bezahlbaren Lebensmitteln für möglichst alle Menschen. Diese wichtigste Aufgabe tritt aber immer mehr in den Hintergrund. Es ist nur ein Auswuchs von Dekadenz und lokalem Reichtum, wenn hier immer mehr über eine Ökologisierung, also eine Verringerung der Produktivität diskutiert wird. Jede Blühfläche, ob gefördert, oder gesponsert, mag dem Zeitgeist geschuldet sein, mag hip und modern sein, aber sie entfernt uns immer weiter von unserer Kernverantwortung als Hersteller von Mitteln zum Leben. Wann wird endlich das Schutzgut „Boden zur Ernährung von Mensch und Tier“ seinen Platz im Grundgesetz bekommen und entsprechend geschützt?

 

Tobias Göckeritz, Vorsitzender

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