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Meine Meinung


Liebe Leserinnen und Leser,

einer meiner Feldnachbarn, ein Hobbytierhalter mit Ponys, Schafen und Ziegen, meinte, angesprochen auf das Mahnfeuer für aktives Wolfsmanagement in Steimbke, „die Bauern sind bloß zu blöd ihre Tiere richtig zu zäunen, die sollen mal nicht rumquaken!“ Ein paar Tage später hat ein Wolf bei ihm zwei Schafe und eine Ziege gerissen. Am helllichten Tag und er kann sich nicht erklären, wie der Wolf auf die Weide gekommen ist. Wolfssicher gibt es nicht! Wer das versuchen will, sollte sich im Wolfscenter in Dörverden die meterhohen Zäune ansehen.
Letzte Woche habe ich nun auch meinen ersten leibhaftigen, „ach, so scheuen“  Wolf gesehen. Ich war am Abend beim Heuschwaden. Während ich meine Reihe schwadete, spazierte der Wolf auf meine Wiese, stellte sich zwischen die fertigen Schwaden und schaute mir gelassen bei der Arbeit zu. Als ich dann auf ihn zu fuhr, trottet er auf die Nachbarwiese ins hohe Gras und lief dann in Richtung unseres Hofes davon.
Wenn der Wolf nicht lernt, dass der Mensch ihm gefährlich werden kann, dann wird es nicht bei Nahbegegnungen und Nutztierrissen bleiben. Eine natürliche Scheu vor dem Menschen gibt es nicht – auch das ist ein Ammenmärchen von den selbsternannten Wolfsexperten, wie einige andere auch.
Ebenso wenig wie bei Nutrias (16 Kilogramm schwere Biberratten), Marderhunden und Waschbären wird es gelingen, die Wölfe wieder zu verdrängen. Alle drei Populationen werden streng bejagt und wachsen dennoch rasant. An den Wildschweinen kann man gut beobachten, dass die strenge Bejagung zu einem veränderten Verhalten der Sauen führt, aber nicht dazu, dass sich die Population nennenswert reduziert.
Das Schlimme ist, dass wir Weidetierhalter, Hundehalter und Eltern von Kindern im ländlichen Raum unser Leben gravierend ändern müssen, weil Romantiker und „Ökoristen“ aus der Stadt sich das so nett vorstellen. Der Staat hat eine Fürsorgepflicht für seine Bürger, auch für die Menschen im ländlichen Raum, und die wird zurzeit massiv versäumt. Die nordosteuropäische Wolfspopulation hat längst einen sicheren Erhaltungszustand erreicht und es wird höchste Zeit zu handeln.

Tobias Göckeritz, Vorsitzender

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