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Meine Meinung


Liebe Leserinnen und Leser,

die pauschale Forderung nach einer Milliarde Euro Soforthilfe für die deutsche Landwirtschaft hat medial und insbesondere in den sozialen Medien eine Welle von Entrüstung ausgelöst.
So sinnvoll es ist, die von der Natur und den Lebensgrundlagen völlig entfremdeten Menschen immer wieder darauf hinzuweisen, was dieser „Jahrhundertsommer“ auf unseren Feldern und Wiesen anrichtet, so falsch ist es, in alte Verhaltensmuster des DBV zu verfallen und pauschal Geld vom Staat zu fordern. Solche Forderungen, vor allem wenn sie nicht detailliert begründet werden, richten nämlich erheblichen Schaden für den Berufstand in der Öffentlichkeit an.
Die Ernte von Hackfrüchten, Mais und Gras ist noch lange nicht abgeschlossen. Die Auswirkungen der Trockenheit für die Betriebe werden sich erst im Winter klarer abzeichnen. Die Trockenheit wird in Deutschland regional und auch betrieblich ganz unterschiedliche Auswirkungen haben, da trüben pauschale Forderungen nur den Blick. Was hängen bleibt ist: „Die Bauern jammern immer“ und „schreien sofort nach staatlichem Geld!“
Dabei gäbe es eine Menge Dinge, auf die man gerade jetzt hinweisen sollte. Zum Beispiel, dass wir bei stark schwankenden Erträgen durch unser Steuersystem zusätzlich massiv benachteiligt werden, denn wir werden nicht mit staatlichem Geld gefördert, sondern bezahlen in einem fünf Jahreszeitraum deutlich mehr Steuern als ein Angestellter oder Beamter mit gleichem Einkommen. Verursacht wird dies durch die Steuerprogression, ohne die Möglichkeit von gewinnglättenden Rücklagen.
Ein anderer Punkt ist, dass EU-rechtliche Vorgaben die Not der Futterknappheit der Futterbaubetriebe künstlich erhöht. Jeder vernünftige Bauer würde jetzt, sobald es regnet, Futterpflanzen für den Herbst anbauen, aber die Flächen werden durch die Greening-Verpflichtung Zwischenfrüchte anzubauen, blockiert und stehen nicht zur Verfügung.  Auch hier erhöht staatliche Vorgabe die Schäden der Trockenheit, anstatt sie zu mildern.
Es wäre schon viel geholfen, wenn staatlicher Dirigismus zurückgefahren würde, damit Landwirte  das tun können, was sie gelernt haben. Unter freiem Himmel mit wechselndem Wetter zu wirtschaften.

Tobias Göckeritz, Vorsitzender

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