Luise-Chevalier-Schule in Syke gewinnt bei der Aktion „Blühende Schulhöfe“

Auf dem Bild sind die Kinder und Erwachsenen beim Baumpflanzen zu sehen.

Syke (ine). Aleyna, Isabel und Jonte können zweifellos mit Spaten und Schaufel umgehen: Für ihren neuen Apfelbaum gruben sie im Nu ein Loch. Die Drittklässler zählen zum Projekt „Gestalten, malen, forschen: Wir entdecken die Geheimnisse der Nachhaltigkeit“ an der Luise-Chevalier-Schule in Syke. Da habe die Aktion „Blühende Schulhöfe“ perfekt ins Konzept gepasst, sagt AG-Leiterin Ruth Cordes. In der Blühmischung, die sie vom Landvolk Mittelweser im Frühling erhielten, steckten auch Sonnenblumensamen. Die wurden sorgsam vorgezogen, ausgepflanzt und dann gehegt und gepflegt. Das hat sich gelohnt: Die höchste Sonnenblume wuchs drei Meter in die Höhe. Damit entschied die Luise-Chevalier-Schule den Wettbewerb für sich und gewann einen Apfelbaum. Darüber freuten sich bei der Preisübergabe nicht nur die Kinder, sondern auch Schulleiterin Petra Raue. „Wir sind Nachhaltigkeitsschule“, berichtete sie. Da passe der Apfelbaum gut ins Konzept, genauso wie das Projekt, das sie gemeinsam mit Ruth Cordes und Nils Meyer vom Kreismuseum Syke gestalten.
Insgesamt 30 Schulen aus den Landkreisen Nienburg und Diepholz machten bei der diesjährigen Aktion „Blühende Schulhöfe“ mit, zu der das Landvolk Mittelweser zum zweiten Mal nach dem erfolgreichen Auftakt in 2023 eingeladen hatte. Die Schulen erhielten eine Tüte mit Samen der „Verdener Imkermischung“, ein Schild für den Schulhof und noch weitere Sonnenblumensamen. Die drei Schulen, die am Ende die höchsten Sonnenblumen präsentieren konnten, erhalten jetzt einen Obstbaum für ihren Schulhof. Platz zwei im Wettbewerb ging an die Grundschule Martfeld mit einer 2,42 Meter hohen Pflanze. Hier wurde ein Birnbaum direkt neben das Beet der Natur-Arbeitsgemeinschaft gepflanzt. Auf Rang drei landete die Grundschule Husum (Landkreis Nienburg) mit einer Sonnenblume, die eine Höhe von 2,25 Meter aufwies. Die Schule wünschte sich ebenfalls einen Birnbaum, da sie beim Wettbewerb vor zwei Jahren bereits einen Apfelbaum gewonnen hatte – der sich übrigens prächtig entwickelt.
Die Intention hinter der Aktion „Blühende Schulhöfe“: Wie bringt man das Wissen um Natur und Biodiversität in die Schule? Um Schülerinnen und Schülern eine Antwort auf diese Frage zu liefern, organisierte das Landvolk Mittelweser in diesem Jahr erneut die Aktion „Blühende Schulhöfe“. Die Schulen haben Newsletter mit Infos zur Pflege ihres Beetes und den Pflanzen, die darin wachsen, erhalten. Einer, der sich über die Aktion übrigens ganz besonders freute, ist Heinrich Kersten. Der Verdener Imker ist der Begründer der „Verdener Imkermischung“ und war sehr angetan davon, dass seine Idee auch in vielen Schulen gut angekommen ist.