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Meine Meinung


Lars Nordbruch Vorsitzender Landvolk Mittelweser
Liebe Leserinnen und Leser,

im Mai dieses Jahres wurden bei den Kontraktverhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel die Preise für Käse, Trinkmilch, Butter und andere Molkereiprodukte heruntergerissen, sodass unseren landwirtschaftlichen Betrieben die Luft zum Atmen entzogen wurde. Der Grund für dieses aus bäuerlicher Sicht völlig unverständliche Handeln war eine angeblich viel zu hohe Milchanlieferung.
Keine fünf Monate später können die im Mai vereinbarten Liefermengen von Butter, Käse und Co. nicht mehr eingehalten werden, weil den Molkereien auf einmal der Rohstoff fehlt? Die Not scheint so groß zu sein, dass man sich gezwungen sieht, die Kunden anzuschreiben, um auf die eingeschränkte Warenverfügbarkeit hinzuweisen. Getrieben ist diese Hausse nur von einer Binnennachfrage; die Exportmärkte spielen hierbei überhaupt keine Rolle. Wir Milchbauern haben aus völlig verschiedenen Antrieben unsere Hausaufgaben gemacht, auf die desaströse Einkommenssituation reagiert und die Milchmengen angepasst. Um vier bis fünf Prozent ist die Milchanlieferung in Deutschland gesunken, um eine solche krasse Maßnahme zur Folge zu haben. Es ist mir völlig unverständlich!
Gibt es in den Rohstoff aufnehmenden Betrieben überhaupt keine Weitsicht mehr? Die Molkereien schreien jetzt nach Rohstoff, und uns Milcherzeugern werden Mengenreduktions- und Mengendisziplinprogramme angeboten.
Wir vom Berufsstand haben uns von Anfang an gegen ein Eingreifen von Politik in den Markt ausgesprochen. Und genauso kommt es jetzt. Keines der Programme wird jemals in Not geratenen Betrieben helfen, denn wenn 2017 die Mittel ausgezahlt werden, ist es schon zu spät. Über die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Milcherzeuger entscheidet derzeit nur die Wettbewerbsfähigkeit der zu beliefernden Molkerei.
Wir als Verbandsvertreter können aus dieser Situation am Markt eigentlich nur eine Konsequenz ziehen: Wir müssen uns dafür einsetzen, dass die Milch schneller zum besseren Wettbewerber fließen kann. Es kann nicht angehen, dass genossenschaftlich organisierte Milcherzeuger auf so positive Marktverläufe nicht reagieren können und in ihrer Abnahme- und Andienungspflicht gefangen sind.

Lars Nordbruch, Vorsitzender

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