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Meine Meinung


Lars Nordbruch Vorsitzender Landvolk Mittelweser
Liebe Leserinnen und Leser,

in fast allen wichtigen Agrarmärkten unserer heimischen Produktion haben wir jetzt die Grenzkosten der betriebswirtschaftlichen Kalkulation unterschritten. Jetzt ist ein schnelles Handeln unabdingbar. Eine Mengenbegrenzung wäre in diesem Falle viel zu träge und für jeden Einzelnen unterschiedlich gerecht, und bis diese greift, vergehen Jahre. Bis eventuelle Produktinnovationen, die in der Vergangenheit vernachlässigt wurden, den Markt entlasten, vergeht viel zu viel Zeit. Bis die Kartell- und Wettbewerbsrechte die politische Diskussionen durchlaufen und somit nachjustiert sind, ist weitere wertvolle Zeit verstrichen.

Leider haben sich auch die uns traditionell nahe stehenden politischen Vertreter gänzlich aus der Agrarpolitik verabschiedet. Agrarpolitische Kompetenz ist hier leider auch Fehlanzeige.

Der Landvolk-Verband macht  keinen Markt und hat somit keinen Einfluss. Unser schwaches Schwert ist nur dass mahnende Wort.  Öffentliche Aktionen, wie zuletzt am 23. März, stoßen beim Verbraucher durchaus auf Zustimmung, nur leider verändern wir damit nicht die Marktgegebenheiten. In einer solchen  Situation können wir uns nur noch selbst, jeder auf seinem Betrieb, helfen. Soll heißen, alle Kosten müssen auf den Prüfstand, unwirtschaftliche Kühe müssen möglichst schnell gemerzt werden, Tiere mit unterdurchschnittlichem Tagesgemelk müssen frühzeitig trocken gestellt werden und ab auf die Weide. Analoge Maßnahmen gelten für die Schweinehaltung.

Die einzige und auch schnell greifende Veränderung wäre, wenn sich alle Marktbeteiligten  ihrer Verantwortung für den ländlichen Raum bewusst werden und sich möglichst schnell von der „Geiz-ist-geil“-Mentalität verabschieden. Erste kleine Erkenntnisse kann man hier, mit einigem Wohlwollen, bei EDEKA Südwest erkennen. Aber hier ist der Wunsch auch der Vater des Gedanken.

Wir dürfen uns bei allen jetzt in die Öffentlichkeit getragenen Forderungen keinen Sand in die Augen streuen lassen. Für die Zukunft  müssen wir Landwirte wohl erneut unsere Hausaufgaben machen und uns Gedanken zur Dokumentation von Nachhaltigkeit und Produktqualität machen. Wir müssen uns aktiv in die Innovation unserer Produktion mit einbringen. Bei allem wirtschaftlichen Auf und Ab müssen wir aber auf unsere Einigkeit im Berufsstand achten. Frei nach dem Motto, wenn einem das Wasser bis zu Hals steht, darf man den Kopf nicht hängen lassen.

Lars Nordbruch, Vorsitzender

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