Stellungnahme zum Ende der betäubungslosen Kastration

Stellungnahme zum Ende der betäubungslosen Kastration

von Tobias Göckeritz
Tobias Göckeritz

„Wir sind dankbar für den Versuch der Länder Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, der regionalen Sauenhaltung wenigstens eine kleine Perspektive zu schaffen. Leider hat die Mehrheit im Bundesrat sich standhaft geweigert der deutschen Ferkelerzeugung ebendiese einzuräumen. Während in Dänemark und den Niederlanden die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen wurden, werden unsere Sauenhalter nicht nur im Regen stehen gelassen, sondern bekommen von vielen Politikern auch noch den schwarzen Peter zugeschoben. Kein Sauenhalter kastriert seine Ferkel gerne, aber Eber oder die Immunokastration werden von den Schlachthöfen nicht akzeptiert. Tierärzte stehen für die Betäubung nicht mal annähernd genügend zur Verfügung. Sauenhalter können die Voraussetzungen selber nicht schaffen, sondern sind auf Dritte wie Pharmakonzerne, Schlachtkonzerne, Lebensmitteleinzelhandel und Exekutive angewiesen.  Da die Politik die Dinge nicht regeln wollte, wird die Sauenhaltung ins Ausland abwandern. Ob die längeren Transportwege, die Ferkel nun zurücklegen müssen, wirklich mehr Tierwohl bedeuten, interessiert die Verantwortlichen am Ende des Tages leider nicht.“