Keine Wölfe in Weidegebieten!

Keine Wölfe in Weidegebieten!

von Landvolk Mittelweser
Die Zahl der Wolfsrisse hat sich in Niedersachsen von 2013 bis 2017 von 13 auf zuletzt 144 mehr als verzehnfacht, 15 Rudel sind amtlich bestätigt.
Landkreis Nienburg

Vor genau einem Jahr haben Niedersachsens Weidetierhalter erstmals Mahnfeuer gegen die weitere Ausbreitung der Wölfe entzündet. Mittlerweile ist leichte Bewegung in die starre Schutzpolitik gekommen, aber für Entspannung sorgt dies bei den vom Wolf betroffenen Weidetierhaltern noch nicht, teilt das Landvolk Mittelweser mit.
Bewegung wünschen sich Schaf- und Rinder- wie auch Ziegen oder Gehegewildhalter beim Wolfsmanagement. Insbesondere an den Ufern entlang der Weser lässt sich die wolfssichere Einzäunung der zum Deichschutz eingesetzten Schafe nicht realisieren.
Die Ansprüche von Weidehaltung und Deichsicherheit stehen sogar im Gegensatz zu dieser wolfssicheren Einzäunung. Soweit diese aber umgesetzt wurde, vermissen die Tierhalter auch weiter einen zügigen Ausgleich der durch Wölfe verursachten Tierrisse und Schäden. Die Zahl der Wolfsrisse hat sich in Niedersachsen von 2013 bis 2017 von 13 auf zuletzt 144 mehr als verzehnfacht, 15 Rudel sind amtlich bestätigt. „Wir wollen endlich die Möglichkeit zur Regulierung auffälliger Wölfe erhalten und fordern klare Spielregeln, die einen Abschuss dieser einzelnen Tiere möglich machen“, sagt Landvolk-Vorsitzender Tobias Göckeritz und fügt an: „Wölfe müssen Siedlungen und Tierhaltungen wieder meiden“.
Über diese und viele weitere Fragen, insbesondere auch die starke emotionale und psychische Belastung, die Tierhalter seit der Rückkehr des Wolfes nach Niedersachsen erleben müssen, soll landesweit am 12. Mai diskutiert werden. Dazu ist im Landkreis Nienburg ein Mahnfeuer geplant.
In Steimbke laden Weidetierhalter und das Landvolk Mittelweser am Samstag, 12. Mai, ab 18.30 Uhr in die Wiehbuschwiesen hinter dem ehemaligen Betriebsgelände der BEB, Am Koppelberg, um über Verbarrikadierung der Landschaft oder den Verlust der Wiesenvögel und Weidetierhaltung zu diskutieren. Ohne aktives Wolfsmanagement sind das die verbleibenden Alternativen.