Corona zum Trotz: Mehr als 540 Teilnehmende bei 52 Veranstaltungen

Corona zum Trotz: Mehr als 540 Teilnehmende bei 52 Veranstaltungen

von Regine Suling-Williges
Auf dem Hof von Britta Kaiser und Karsten Kehlbeck fand 2020 eine "Bauer sucht Besucher"-Veranstaltung statt, die auf gute Resonanz stieß.
Syke (ine).

Für alle Veranstalter war 2020 aufgrund der Corona-Lage ein schwieriges Jahr. Und doch: „540 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben bei 52 Veranstaltungen landwirtschaftliche Betriebe in der Region kennengelernt“, freuen sich Dorit Döhrmann und Regine Suling-Williges. Sie betreuen das Projekt „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ aus dem Programm zur Förderung der Entwicklung im ländlichen Raum Niedersachsen und Bremen – PFEIL 2014 bis 2020 – beim Landvolk Mittelweser, das regionaler Bildungsträger dieser Initiative ist. Kindergartengruppen, Schulklassen und erwachsene Gäste erlebten, wie Nutztiere gehalten werden und woher Lebensmittel kommen. Besonderer Beliebtheit erfreute sich die „Bauer sucht Besucher“-Veranstaltung auf dem Betrieb von Britta Kaiser und Karsten Kehlbeck in Bassum-Nienstedt. Fast 50 Anmeldungen von Menschen aus der Region gab es, die sich in zwei Gruppen aufgeteilt und unter Einhaltung aller geltenden Abstands- und Hygieneregeln in den Ställen umsahen. Und sich wunderten, als plötzlich eine Sau an ihnen vorbeimarschierte. Dass er seine tragenden Sauen auf Stroh hält, kam bei den Gästen gut an. Er zeigte ihnen aber auch, wo die Tiere sich bei heißen Sommertemperaturen sehr viel lieber aufhalten: Denn dann machen sie es sich im Spaltenbereich bequem, der beide Stallteile miteinander verbindet. „Es geht darum, wie und nicht wie viele Tiere man hält“, erläuterte der Landwirt, der Rede und Antwort stand, wann immer ein Gast eine Frage hatte. Eine Lehrerfortbildung fand in Zusammenarbeit mit der Ländlichen Erwachsenenbildung und dem Kreisverband der LandFrauenvereine Grafschaft Hoya auf dem Hof der Familie Wiese in Twistringen statt. Dort erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmern an nur einem Vormittag einen Einblick in einen konventionellen und auch in einen Bio-Legehennenbetrieb. Auch die Bauernhof-Arbeitsgemeinschaft (AG) auf dem Hof von Martin Büntemeyer und Melanie Wienberg in Syke-Okel lief in Kooperation mit der Ganztagsschule Syke weiter – wenn auch mit Einschränkungen und Unterbrechungen. 

Das Projekt „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ unterstützt das Engagement der Landwirtinnen und Landwirte auf den Höfen mit einer kleinen Aufwandsentschädigung. Dorit Döhrmann und Regine Suling-Williges hoffen, dass die Corona-Lage es ab dem Frühjahr wieder möglich macht, landwirtschaftliche Betriebe in der Region zu entdecken. Wer mit einer Gruppe einen Bauernhof in seiner Region besuchen will, kann sich unter Tel. 04242/595-55 oder per E-Mail an r.suling@landvolk-mittelweser.de an das Landvolk Mittelweser wenden, das die Interessenten an entsprechende Betriebe vermittelt.