Bauernprotest geht weiter

Bauernprotest geht weiter

von Landvolk Mittelweser
Nach den Treckerdemos in Oldenburg, Hannover und ganz Deutschland ist am 14. November Hamburg das Ziel der deutschen Landwirte.
Mittelweser

Nach den bundesweiten Demonstrationen Ende Oktober wollen die Bauern nun die Umweltministerkonferenz in Hamburg nutzen, um dort am 14. November ihre Anliegen und Forderungen zu artikulieren. Miteinander sprechen statt übereinander, kooperieren statt verbieten, gemeinsam statt gegeneinander – das sind die Gegensätze, die Landwirte aktuell auf die Straße bringen. Sie fühlen sich unverstanden von der Gesellschaft und von der Politik „nicht gehört“.
Das Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) ruft gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband, den Landesbauernverbänden und „Land schafft Verbindung“ zu einer Kundgebung unter dem Motto „Kooperation statt Verbote“ auf. Das AFN ist ein Zusammenschluss der Verbände der Grundeigentümer und Landnutzer – Bauern, Waldbesitzer, Gärtner, Winzer, Grundbesitzer, Jagdgenossenschaften, Jäger, Reiter und Fischer.
Die Organisatoren werben für ein Miteinander bei gesellschaftlich wichtigen Themen. Im Vordergrund stehen Insektenschutz, der Erhalt der Artenvielfalt, Klima- und Gewässerschutz, das Wolfsmanagement sowie die Vereinbarkeit einer regionalen Lebensmittelproduktion mit diesen Anliegen.
Anfang September stellten das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung sowie das Bundesumweltministerium das „Aktionsprogramm Insektenschutz“ der Bundesregierung vor. Darin haben sich beide Ministerien u. a. auf ein umfangreiches Maßnahmenpaket verständigt, welches ihrer Meinung nach für mehr Insekten- und Naturschutz steht. Leider erfolgte dies ohne vorherigen Dialog mit den Betroffenen, aber vor allem ohne eine Folgenabschätzung für die ländlichen Räume, die Versorgungssicherheit mit regionalen Lebensmitteln sowie die Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe. Die Forderung: Das Agrarpaket muss gestoppt werden und mit den Betroffenen neu verhandelt werden.
Landwirte und Interessierte, die an der Kundgebung teilnehmen wollen, können sich beim Landvolk Mittelweser für eine Busfahrt nach Hamburg anmelden. Der Bus startet Donnerstagmorgen in Uchte und hält in Steyerberg, Liebenau und entlang der Bundesstraße 6 in Marklohe, Asendorf, Bruchhausen-Vilsen, Syke und Weyhe. Die Anmeldung erfolgt telefonisch unter 04242 59513.
Zahlreiche Landwirte werden zudem mit Treckern an die Alster fahren, sodass mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist.