Meine Meinung von Tobias Göckeritz, Vorsitzender vom 11. April 2019 - 10:03

Meine Meinung von Tobias Göckeritz, Vorsitzender vom 11. April 2019 - 10:03

Liebe Leserinnen und Leser,

das Leben als Landvolk-Vorsitzender ist ja nicht leicht (stöhn!), aber wenn man die Unterstützung der jungen Landwirte und so vieler Kollegen erfährt, wie auf der Demo in Hannover, dann macht das Spaß.
Das fing am Morgen an, als der Landesverband auf die Schnelle noch Junglandwirte für sein Foto-Happening mit Schlauchboot brauchte und Mittelweser mit mehreren Autos voller Junglandwirte zur Stelle war. Die Junglandwirte bereiteten Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner den ersten Empfang. Wir anderen sind dann mit Bus, Bahn und Auto angereist und haben uns mit unseren Westen zu einem grünen Mittelweser-Block formiert. Gut organisiert durch unser Hauptamt in Syke, gestärkt mit Brötchen und Getränken, wurden zunächst unsere Plakate getextet und zusammen getackert, dann Megafon- und Trillerpfeifen-Test und eine schlagkräftige Truppe machte sich auf den Weg...
Derweil hat Christoph Klomburg (wie gut, dass wir zwei Vorsitzende sind) die Stellung im Herrenhäuser Schloss bei den Ehrengästen bezogen. Er berichtete uns, was drinnen vorgegangen war: Landvolk-Vizepräsident Dr. Holger Hennies äußerte sich über die Nachmeldung zur Düngeverordnung Ende Januar: „…daher gibt es von uns die rote Karte!“ Das Publikum zeigte daraufhin vorab verteilte rote Karten. Darauf hin bekam Klöckner Farbe ins Gesicht. Ihre Aussagen – ohne Presse –  gehen in die Richtung, dass Ackerbauern und Viehhalter sich gegenseitig die Schuld zuweisen und die Bundesländer untereinander Schuldzuweisungen speziell auch in Richtung Niedersachsen machen würden. Frau Klöckner versucht die Bauern zu spalten, damit wir uns mit internen Diskussionen beschäftigen.
Vor dem Schloss wurden derweil einige Reden gehalten und dann wurde ich gebeten, ob Mittelweser nicht den anderen Ausgang des Schlosshofes „besuchen“ könne. Und Mittelweser konnte! Ein gutes Gefühl, geschlossen und stark. Die Polizisten, die den Ausgang „bewachen“ sollten, waren leicht von unserem Trillerpfeifenkonzert überfordert. Als Klöckner dann heraus kam, um durch „unser“ Tor davon zu fahren, wurde nichts daraus. Einige Kollegen testeten sogar, wie es wohl mit Sitzstreik geht. Klöckner hat sich dann durch den Notausgang über einen Grünstreifen dem Gespräch entzogen.
Gemeinsam sind wir stark!

 

Tobias Göckeritz, Vorsitzender
Geändert am: 
11.04.2019 - 10:03